Neue Armut in Berlin und Istanbul: Ausschnitte urbaner Wirklichkeit
Podiumsdiskussion des Netzwerk Türkei
»Mit seinen weit über 10 Millionen Einwohnern, zählt Istanbul als Megacity. Hier sind die Formen sozialen Wandels besonders ausgeprägt. Während technische Veränderungen die Produktivität steigern und ökonomisches Wachstum hervorrufen konnten, bewirkten sie gleichzeitig einen effizienteren Arbeitsablauf. In der Folge wurden Arbeitskräfte eingespart. Damit wurde Arbeitslosigkeit zu einem dauerhaften Phänomen – unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung. Informelle Arbeit prägt das Stadtbild von Istanbul.
Selbstständigkeit sowie unbezahlte Arbeit innerhalb von Familienstrukturen sind charakteristisch für das wirtschaftliche Zentrum der Türkei. Und täglich werden es mehr Leute, die von der Peripherie ins Zentrum migrieren. Zusätzlich verstärkt das begrenzte soziale System die soziale und räumliche Exklusion. Besonders alte und schwache Menschen sind davon betroffen
Welche Formen neuer Armut können wir in Istanbul und Berlin sehen? Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gibt es? Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen? Können die beiden Städte bezüglich ihrer Entwicklung voneinander und miteinander lernen?« (Veranstalter)
Mit Dr. Hartmut Häußermann (Professor für Soziologie, Humboldt Universität Berlin), Dr. Helga Rittersberger-Tılıç (Assoc. Prof. für Soziologie, METU Ankara), Sarina Strumpen (Dipl.-Gerontologin), Moderation: Tarik Ahmia (die tageszeitung
Veranstalter: Netzwerk Türkei, weitere Informationen: www.netzwerk-tuerkei.org
Anmeldung bis 16. Juni 2009 unter
Donnerstag, 18. Juni 2009, 19 Uhr, Festsaal der Humboldt Universität, Luisenstraße 56, 10117 Berlin
Kategorie: Politik, Stadtentwicklung, Terminhinweise